IGeL für Männer

Sterilisation beim Mann (Vasektomie)


Abgeschlossene Familienplanung

Männer, die eine Sterilisation in Betracht ziehen, haben meist die Familienplanung abgeschlossen und möchten ihrer Partnerin ersparen, weiterhin Verhütungsmittel einzunehmen oder anzuwenden. Die Sterilisation (Vasektomie) ist derzeit eine der sichersten Verhütungsmethoden. Bei der Vasektomie werden während einer kleinen, ambulanten Operation ein jeweils etwa zwei bis vier Zentimeter langes Stück der Samenleiter herausgeschnitten und abgebunden. In aller Regel wird die Sterilisation unter örtlicher Betäubung durchgeführt.

Sexualtrieb und Potenz bleiben erhalten

Die Sterilisation mindert weder den Sexualtrieb, noch die Potenz oder das Volumen der sogenannten Samenflüssigkeit. Denn der größte Teil der Samenflüssigkeit beim Erguss entsteht in der Vorsteherdrüse, der Prostata. Nur ein kleiner Anteil wird vom Hoden selbst produziert.

Zur Sicherheit: Proben untersuchen lassen! Nach der Sterilisation ist es unumgänglich, zwei Mal im Abstand von etwa einem Monat Proben der Samenflüssigkeit im Praxis-Labor untersuchen zu lassen. Bis zu dem Zeitpunkt, an dem keine Spermien mehr nachgewiesen werden können, muss unbedingt anders weiter verhütet werden. Mit der Sterilisation verliert ein Mann unwiderruflich seine Zeugungsfähigkeit. Daher will dieser Schritt wohl überlegt sein. Nur in seltenen Fällen ist die Wiedervereinigung der Samenleiter, ein sogenannte Refertilisation, möglich. Beraten Sie sich mit dem Urologen ihres Vertrauens über Ihre Entscheidung.

Die Kosten für die Sterilisation werden nicht von den Krankenkassen übernommen. Sie erhalten eine Privatrechnung entsprechend der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ).

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