Harnsteinerkrankungen

Harnsteine behandeln

Jeder fünfte Bundesbürger erkrankt im Laufe seines Lebens an Harnsteinen, einer sogenannten Urolithiasis.

Meist notfallmäßig in Form von schwersten Bauch- und Flankenkrämpfen, sogenannten Koliken, treten die erste Beschwerden auf. Der erfahrene Urologe und Notfallarzt stellt die Diagnose meist rasch und sicher und lindert oder beseitigt die Schmerzen.

Alle notwendigen Untersuchungen erfolgen ambulant in unserer Urologischen Praxis. Die Behandlung der Harnsteine ist zunächst konservativ, denn 80 Prozent der Steine gehen unter entsprechenden ambulanten Steinabtreibungsmaßnahmen spontan ab. Die restlichen 20 Prozent der Steine benötigen instrumentelle Mittel wie etwa Harnleiterschienen, eine Harnleiter- beziehungsweise eine Nieren-Endoskopie mit Stein-Entfernung. Ein Teil dieser Eingriffe in Narkose ist ambulant in der Praxis durchführbar.

Steinzertrümmerung mit Stoßwellenbehandlung (ESWL)

Auch die Steinzertrümmerung mittels Stoßwellenbehandlung (ESWL) ohne Operation ist heute ein Standard-Verfahren in der urologischen Praxis. ESWL heißt Extrakorporale Stoßwellenlithotrypsie und ist eine Erfindung deutscher Urologen von 1980. Die ESWL wird ambulant durchgeführt. Nur fünf Prozent der Stein-Patienten benötigen heute noch operative Verfahren in der Klinik.

Neue Harnsteine verhindern, Ursachen erkennen

Alle Harnsteine haben eine Ursache. Basis der Abklärung sind deshalb neben der Stein-Analyse ambulante laborchemische Spezial-Analysen von Blut und Sammel-Urin.

Alle ärztlichen Ratschläge sollten vom Patienten konsequent eingehalten werden, wie beispielsweise mehr trinken, eine steinspezifische Diät einhalten, das Gewicht reduzieren oder gezielt Medikamente einnehmen. Ist das der Fall, kann ein erneutes Entstehen von Harnsteinen (Steinrezidive) verhindert, beziehungsweise die Wiederkehr-Rate von 50 auf unter zehn Prozent gesenkt werden.

Richtig behandelt können chronische Steinrezidive, chronische Infektionen mit Nierenschrumpfung und Dialyse, sowie komplizierte Steinoperationen durch frühzeitige ambulant-urologische Behandlungen vermieden werden.
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